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Wie optimiert man die Performance eines Audio Systems (Laptop/PC)?

Wie optimiert man die Performance eines Audio Systems?

Ein schneller Prozessor und genügend Speicher (RAM) sind wichtig für eine Audio-DJ-Soundkarte (Interface), aber das garantiert nicht unbedingt das ein Computer zuverlässig funktioniert wenn es um Audio/DJ Applikationen geht.

Die folgenden 6 Punkte sollten untersucht werden, wenn Probleme auf einem speziellen PC auftreten. Falls bisland keine Probleme auftraten ist folgende Regel zu beachten: „Don’t touch a running system!“ („Greife in kein laufendes System ein.“) Die Optimierungen sind in der Reihenfolge der Wichtigkeit sortiert.


1. USB – Optimierung (bei externen Festplatten oder externen Soundkarten)

1) Da alle Computer unterschiedlich sind, werden einige USB-Ports nicht mit genügend Energie versorgt, denn sie teilen sich die Ressourcen mit anderen Komponenten. Das kann Probleme verursachen, wie Unterbrechungen oder Audio-Aussetzer. Versuchen sie bitte einen anderen USB-Port zu verwenden, bis sie den finden, der am besten funktioniert.

2) Es ist zusätzlich ratsam das Energieverwaltung (Power Management) für die USB-Ports zu deaktivieren.

- rechts-klick auf „Computer“ auf dem Desktop und Eigeschaften wählen

- Hardware „Tab“ (XP) oder auf der linken Seite (Windows Vista/7) auswählen und auf Geräte Manager klicken.

- Unter „Universal Serial Bus Controllers“, doppelklicken auf „USB Root Hub“.

- Im Energieverwaltung/Powermanagement „tab“ sollte der Punkt „Der Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“ deaktiviert werden

- Wiederholen sie den Vorgang für alle „USB Root Hub“ Elemente


3) externe USB Hubs:
Nur qualitativ hochwertige USB-Hubs, die eine separate Stromversorgung besitzen sollten verwendet werden. Es ist nicht ratsam einen USB-Hub während der Trieberinstallation oder einem Firmwareupdate zu verwenden. Testen sie gut, ob es keine Unterschiede zwischen dem Betrieb direkt am PC, sowie über den USB-Hub gibt.

Sollten sie mehrere Geräte über einen USB-Hub betreiben, behalten sie im Hinterkopf, das alle Geräte einen USB-Port teilen und somit auch die Bandbreite des USB-Ports. Daher ist es keine gute Idee eine externe Festplatte und eine Soundkarte an ein und dem selben Port über deinen USB-Hub zu verbinden. Dieses wird unweigerlich zu Performance-Problemen führen. Nutzen sie daher immer so viele unterschiedliche USB-Ports ihres PC’s, wie möglich.



2. Energiesparsystem (Power Configuration) – Optimierung

Laptops sind ab Werk so konzipiert, das sie so wenig, wie möglich Energie verbrauchen, vor allem wenn sie mit dem Akku betrieben werden. Das ist natürlich nicht vorteilhaft wenn wir Audio-Applikationen betreiben möchten.

Es ist daher vorzuziehen, immer die externe Stromversorgung des Notebooks zu verwenden und zusätzlich den Laptop so einzustellen, das er als „normaler“ Desktop Computer funktioniert:

Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Energiesparoptionen
      a) Für Windows XP
          -    Energie Schemen sollten auf „Immer an“ gesetzt werden
          -    Alle anderen Einstellungen sollten auf „Niemals“ gesetzt werden
      b) Für Windows Vista / 7
          -    Unter „Wählen sie einen Energiesparplan“, wählen sie „Höchstleistung“



Ihr Computer könnte Energiesparoptionen im BIOS haben, die geändert werden sollten. Konsultieren sie dazu die Dokumentation ihres PC’s oder die Webseite des Herstellers für mehr Details.
Prozessoren (CPU) heutiger Laptops haben Funktionen, die die Geschwindigkeit der selben reduzieren können. Das erlaubt es Energie zu sparen. Hier gilt wieder, dass für Audio-Anwendungen solche Funktionen ungeeignet sind und möglicherweise Klicks, Geräusche, Dropouts etc. zur Folge haben könnten.
Diese Funktion wird CPU-Throttling, SpeedStep oder SmartCPU genannt und wird normalerweise ausgeschalten, wenn der PC im Schema „Immer An“/“Höchstleistung“ läuft. Manchmal ist es aber notwendig diese Option zusätzlich im BIOS abzuschalten.

Außerdem kann es notwendig werden bei Intel Pentium IV 3Ghz Prozessoren (oder höher) HyperThreading im BIOS abzuschalten.

Bezüglich dieser Funktionen und ihrer Möglichkeiten konsultieren sie bitte die Dokumentation des Herstellers ihres PC’s oder deren Webseiten.



3. Festplatte und Partitionen Optimierung

Idealerweise sollten sie mit mehreren Fetsplatten im Zusammenhang mit Audio oder Videoanwendungen arbeiten. Eine sollte ausschließlich für das Betriebssystem und für die Software zur Verfügung stehen. Die andere Festplatte sollte für die Audiodaten (zum Abspielen) und als Backupsystem zur Verfügung stehen.

Wenn das nicht möglich ist, sollten für den gleichen Zweck zwei unterschiedliche Partitionen erstellt werden um einen ähnlichen Effekt zu erziehlen. Bevorzugt werden hier schnelle Festplatten (größer als 7200rpm)

Sollten sie externe USB Festplatten nutzen befolgen sie bitte die Hinweise zur Optimierung des USB weiter oben.



4. Internet und Antivirus Optimierung

Idealerweise sollten sie einen Computer nur für DJ-Performances nutzen. Daher muss er nicht unbedingt ans Internet angeschlossen sein. Unter diesen Umständen Antivirussoftware, Firewalls oder ähnliche Sicherheitssystemen sollten nicht installiert sein. Das ist notwendig, da diese Softwareprogramm Probleme bei der Audioausgabe durch die permanente Suche auf den Fetsplatten hervorufen können.

Nichtsdestotrotz, falls sie den Computer auch für Internet nutzen sollte offensichtlich Sicherheitssoftware installiert sein. Sie können die folgenden Schritte vor ihrem nächsten Auftritt beachten um das Risiko von Unterbrechungen zu minimieren:

1. Deaktivieren sie alle WLAN-Verbindungen

2. Deaktivieren sie alle LAN-Verbindungen

3. Deaktivieren sie alle Sicherheitsoftwareprogramme (Antivirus-Software, Firewall, etc.)

4. Deaktivieren sie jegliche Kommunikationssoftware (Messanger, Skype, ICQ, etc.)

5. Schließen sie alle Download-Applikationen (Bittrorrent, etc.)




5. Programme und Softwareapplikationen Optimierung

Es ist immer am besten eine saubere Installation des Betriebssystem zu installieren. Es ist leider oft der Fall, das der Hersteller des Computers vorinstallierte Software mitliefert und sie bekommen zusätzlich eine Restore-CD um den Urzustand im Fehlerfalle wieder herzustellen.

Die Kehrseite der Medaille ist, das einige dieser installierten Programme niemals genutzt werden und möglicherweise Speicher oder gar CPU-Last verursachen.

- Nutzen sie „Hinzufügen oder Entfernen von Software“ (WinXP) oder „Programme und Funktionen (Vista/Windows 7) aus der Systemsteuerung um Software, die sie nicht benötigen zu deinstallieren.

- Führen sie in der Taskleiste (in der Nähe der Uhr) einen Rechtsklick auf jedes Icon aus. Einige Programme geben hier die Möglichkeit ihren eigenen Start bei Systemstart zu unterbinden. Sollten dort keine Optionen vorhanden sein, so ist hier ein Blick in die Software „msconfig“ hilfreich. Hier können sie jegliche Softwareprogramme bei Systemstart verbieten.



6. Windows allgemeine Performanceverbesserungen - Optimierung
Die folgenden Schritte sind einfache Modifikationen an Windows, um die allgemeine Performance des Betriebssystems zu verbessern und darausfolgend wie Applikationen schlussendlich laufen. Die meisten Änderungen werden in der Systemsteuerung durchgeführt.

Nach dem Öffnen klicken sie auf „klassiche Ansicht“ in der linken Spalte und gehen sie zu folgenden Icons:

System

  • In Remoteeinstellungen, deaktivieren sie „Remoteunterstützungsverbindungen mit diesem Computer zulassen“

  • In Systemwiederherstellung (XP), schallten sie die Systemwiederherstellung aus.

  • Computerschutz (Vista/ 7), deaktivieren alle verfügbaren Festplatten

  • In Eweitert, öffnen sie die Leistungsoptionen:

    • Bei "Visuelle Effekte" wählen sie „Für optimale Leistung anpassen“

    • im Erweitert „Tab“, setzen sie Optimale Leistung anpassen für „Hintergrunddienste“


      Dienst-Sounds und Audiogeräte (XP)/ Sound (Vista/ Windows7)

  • im Sounds-“Tab“ wählen sie „Keine Sounds“

  • für Themen wählen sie Windows Classic

  • für Desktop wählen sie „Keine“ (XP) oder Solid Color (Vista)

  • für Bildschirmschoner wählen sie „Keine“

I


Deaktivieren des User Account Control (nur Windows Vista / 7)


  • Start > Run und tippen sie „msconfig“

  • Unter Tools scrollen sie bitte bis sie „Benutzerkontensteuerung deaktivieren“ finden (Diable UAC)

  • Klicken sie auf die Zeilen und drücken sie den „Starten“-Button

  • Wenn die Operation abgeschlossen ist, schließen sie msconfig und Booten ihren PC neu.





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